Archive for 12. Dezember 2008

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ambulanz in der nacht

12.Dezember 2008

genau das werde ich heute erleben. ich habe meinen ersten nachtdienst und wie immer ein wenig bammel vor der ganzen sache. mein laptop wird mich begleiten da wir drahtloses netzwerk im krankenhaus haben und vielleicht kann ich mir ja auch ne dvd anschauen. ich bin mal gespannt.

ansonsten soll sich bonn und umgebung am besten im sicheren zu hause aufhalten 😉 zur ablenkug heut tut es mir sicher gut zu arbeiten. hab eh den ganzen tag nachgedacht, da ist es gut dass ich heut nacht nicht dazu komme. hoffe ich zumindest. anders als auf station darf ich schlafen wenn nichts los ist. ich habe ein bett im bereitschafts-zimmer stehen und hoffe, dass ich das auch nutzen kann. meine freundin meinte gerade, dass ich sicher zu aufgeregt sei um zu schlafen. sie kennt mich halt doch ganz gut.

so, dann werd ich mich mal fertig machen, noch in ruhe was essen um mich dann auf den weg zur arbeit machen zu können. bin gespannt wie es wird 🙂

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dein tag (part II)

12.Dezember 2008

heute vor zwei jahren, eigentlich genau um diese zeit (ca. 10:00h) haben wir telefoniert. du hast mir erzählt wie nett die schwestern auf station sind und dass die junge ärztin voll und ganz auf dich eingeht. die junge ärztin war eine freundin von mir, sie wusste wie wichtig du mir bist. du hast erzählt wie gut es dir wieder ginge und dass auch die übelkeit weg sei. du konntest frühstücken und hattest eine liebe bettnachbarin erwischt (das ist ja nicht immer so einfach im krankenhaus). ich hatte dir versprochen rüber zu kommen sobald ich unter der dusche war. ich hatte besuch von meiner ex und wir hatten die ganze nacht dvd geschaut und geredet. du kanntest sie und mochtest sie.

1 1/2 std später klingelte mein telefon erneut, es war das krankenhaus. der oberarzt teilte mir mit dass du gestorben seist…

ich höre es gerade jetzt wieder im ohr und weiss noch immer wie es mir zu dem zeitpunkt ging und auch heute noch geht. meine welt zerbrach innerhalb sekunden und ich war am boden zerstört. der mir wichtigste mensch war nicht mehr da.

auch heute denke ich viel an dich und merke dass der schmerz nur geringfügig nachgelassen hat. den friedhof habe ich in den letzten beiden jahren nur 2x betreten. auch heute werde ich nicht hinfahren, ich schiebe meinen job vor. aber i meinerm herzen bist du immer bei mir und meine gedanken sind täglich bei dir. verzeih mir, dass ich dich nicht ‚besuchen‘ kann. es tut mir einfach zu weh…

oma, ich vermisse dich! ich werde dich immer vermissen denn du warst der wichtigste mensch in meinem leben. du hast dich für mich interessiert und mich so akzeptierst wie ich bin. du warst immer für mich da. dafür möchte ich dir nochmal danke sagen. ohne dich wäre ich nicht das geworden was ich heute bin!